Zahlen und Fakten

Das Smart-Solarhome-Musterhauses ist das Elternhaus unseres Geschäftsführers. Das Haus mit Büroetage im Keller und Einliegerwohnung wurde vor 20 Jahren als Solarthermie-Sonnenhaus mit Wärmepumpe gebaut. Dannach wurde es regelmäßig heizungstechnisch umgebaut, um immer wieder neue Optimierungen und Varianten zu testen. Es wurde intensiv versucht aus Sonnenwärme-Kollektoren mehr Ertrag zu generieren. Aber erst durch Umbau auf Sonnenstrom und neuer Systemoptimierung des Wärmepumpenkonzepts konnte der Stromverbrauch von vormals 9000kwh/Jahr um ca. zwei Drittel reduziert werden. Und dies, obwohl die wirksame Solarfläche (von 84qm auf 60qm) und die Heizungswasserspeicher (von 7000l auf 1000l) deutlich verkleinert wurden. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, welchen Nutzenvorsprung ein "Smart Solarhome" gegenüber einem klassischen Solarthermie-Sonnenhauskonzept mit großem Wasserspeicher hat.


Heutige technische Daten:
1000 Liter Pufferspeicher - eingebunden mit Smart Solarhome Optimierungskonzept
10,3kW Sole-Wärmepumpe (eco-modul B2) für 270qm Wohnfläche - betrieben mit einer auf max. 40°C Vorlauf ausgelegten Wandheizung.
8,8kW Peak Photovoltaik (220 Watt Laminate Heckert Solar aus 2012)
Dachneigung 43° - Süd Südost (-20°)
11kWh Stromspeicher (Solarwatt)

Aktuelle Messwerte vom 01.Januar bis zum 31.Oktober 2018:
6243 kWh Gesamtverbrauch Haushaltsstrom und Wärmepumpe - davon 3176 kWh Wärmepumpe (JAZ 4,48 Normalbetrieb/ 4,15 PV-Speicherladung)

7699 kWh wurden mit Photovoltaik erzeugt
4253 kWh Sonnenstrom wurden selbst genutzt
3446 kWh Sonnenstrom wurden ins Netz eingespeist
1990 kWh wurden aus dem Netz bezogen


Dies bedeutet aktuell eine ca. 68 %tige direkte solare Deckung bei Strom und Wärme im Smart Solarhome Musterhaus - ca. 123% sind es mit der eingespeisten Strommenge. Unter Berücksichtigung der kommenden Monate erzeugt das Solardach also in etwa so viel Strom, wie das Haus für Strom und Wärme über das Jahr braucht und kann mehr als die Hälfte seines Bedarfes ohne Austausch im Stromnetz selbst abdecken.

Und die Werte wären natürlich noch viel besser, wenn wir eine Fussbodenheizung mit nur max. 30°C Vorlauf oder einen Heizkamin hätten. Auch liegt das Haus im kalten Erzgebirge am Nordhang, hat entsprechend viel Fensterfläche nach Norden und wird auf 23 Grad in den Wohnräumen beheizt. Aber gerade ohne die schwer nachrüstbare Fussbodenheizung dürfte das Gebäude ungefähr das Niveau abbilden, welches mit einer thermischen Gebäudesanierung im Bestand und damit bei der Masse der Häuser erreichbar ist. Zu bedenken ist auch, dass dieses Haus kein Einfamilienhaus ist. Für ein 140qm Wohnfläche Haus mit 2 Personen könnte man die Auslegung von Stromspeicher und Solarfläche also für das gleiche Ergebnis halbieren. Auch sind mit den modernsten Solarmodulen höhere Erträge auf kleinerer Fläche möglich.