Zahlen und Fakten

Das Haus mit Büroetage im Keller und Einliegerwohnung wurde vor 20 Jahren als Solarthermie-Sonnenhaus mit Wärmepumpe gebaut. Dannach wurde es regelmäßig heizungstechnisch umgebaut, um immer wieder neue Optimierungen und Varianten zu testen. Es wurde intensiv versucht aus Sonnenwärme-Kollektoren mehr Ertrag zu generieren.

Aber erst durch Umbau am Jahresende 2017 auf Sonnenstrom und neuer Systemoptimierung des Wärmepumpenkonzepts konnte der Stromverbrauch von vormals 9000kwh/Jahr um ca. zwei Drittel reduziert werden.Und dies, obwohl die wirksame Solarfläche (von 84qm auf 60qm) und die Heizungswasserspeicher (von 7000l auf 1000l) deutlich verkleinert wurden. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, welchen Nutzenvorsprung ein "Smart Solarhome" gegenüber einem klassischen Solarthermie-Sonnenhauskonzept mit großem Wasserspeicher hat.

Heutige technische Daten:

  • 1000 Liter Pufferspeicher - eingebunden mit Smart Solarhome Optimierungskonzept
  • 10,3kW Sole-Wärmepumpe (eco-modul B2) für 270qm Wohnfläche - betrieben mit einer auf max. 40°C Vorlauf ausgelegten Wandheizung.
  • 8,8kW Peak Photovoltaik (220 Watt Laminate Heckert Solar aus 2012)
  • ca. 35qm Heating Stones
  • Dachneigung 43° - Süd Südost (-20°)
  • 11kWh Stromspeicher (Solarwatt)

Messwerte 2018:

  • 7868 kWh Gesamtverbrauch Haushaltsstrom und Wärmepumpe - davon 4251 kWh Wärmepumpe (JAZ 4,47 Normalbetrieb/ 4,12 PV-Speicherladung)
  • 8176 kWh wurden mit Photovoltaik erzeugt
  • 4659 kWh Sonnenstrom wurden selbst genutzt
  • 3517 kWh Sonnenstrom wurden ins Netz eingespeist
  • 3209 kWh wurden aus dem Netz bezogen

Dies bedeutet für 2018 eine fast 60 %tige direkte solare Deckung bei Strom und Wärme im Smart Solarhome Musterhaus - ca. 104% sind es mit der eingespeisten Strommenge. Die Heating Stones konnten dabei zu ca. 85% (1362h) der gesamten Wärmepumpenlaufzeit (1609h) als Quelle genutzt werden. Da das Haus aktuell leider noch keine zweite Wärmequelle hat, wurde der Rest (247h) von einem nur 50qm großen tiefliegenden Erdabsorber mit hoher Rohrdichte geliefert.

Und die Werte wären natürlich noch viel besser, wenn wir eine Fussbodenheizung mit nur max. 30°C Vorlauf hätten. Auch liegt das Haus im kalten Erzgebirge am Nordhang, hat entsprechend viel Fensterfläche nach Norden und wird auf 23 Grad in den Wohnräumen beheizt. Aber gerade ohne die schwer nachrüstbare Fussbodenheizung dürfte das Gebäude ungefähr das Niveau abbilden, welches mit einer thermischen Gebäudesanierung im Bestand und damit bei der Masse der Häuser erreichbar ist. Zu bedenken ist auch, dass dieses Haus kein Einfamilienhaus ist. Für ein 140qm Wohnfläche Haus mit 2 Personen könnte man die Auslegung von Stromspeicher und Solarfläche also für das gleiche Ergebnis halbieren. Auch sind mit den modernsten Solarmodulen höhere Erträge bzw. eine vergleichbare Installation auf kleinerer verfügbarer Fläche möglich.